Von der Redaktion 20up Passt Immer
Am 3. Oktober 1990 trat die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland bei. An dieses Ereignis erinnert der Tag der Deutschen Einheit. Das Datum wurde nicht nachträglich als Gedenktag ausgesucht: Die Volkskammer, das Parlament der DDR, legte den 3. Oktober selbst als Tag des Beitritts fest. Im Jahr 2026 fällt der Feiertag auf einen Samstag.
Wer den 3. Oktober 1990 festlegte
In der Nacht zum 23. August 1990 beschloss die Volkskammer den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes mit Wirkung vom 3. Oktober 1990. Damit benannte sie den Tag, an dem die staatliche Einheit wirksam werden sollte. Der Beschluss bezog sich auf Artikel 23 des Grundgesetzes in seiner damaligen Fassung, der einen Beitritt anderer Teile Deutschlands vorsah.
Der 3. Oktober war somit zuerst ein politisch und rechtlich bestimmter Termin. Die DDR sollte nicht an diesem Tag lediglich eine Absicht erklären: Ihr Beitritt sollte an diesem Tag gelten. Die Bundeszentrale für politische Bildung ordnet die Entscheidung in den Prozess der deutschen Wiedervereinigung ein.
Warum lag der Termin mehrere Wochen nach dem Volkskammerbeschluss? Für den Beitritt mussten die Regierungen und Parlamente noch zahlreiche Fragen regeln. Dazu gehörten die Übernahme von Bundesrecht, die künftige Verwaltung und die Bildung der Länder auf dem Gebiet der DDR. Zugleich waren die außenpolitischen Fragen der Einheit Gegenstand internationaler Verhandlungen. Der Termin gab diesen Schritten Zeit, hielt den Übergang aber nah genug, um rasch Klarheit über die staatliche Zukunft zu schaffen.
Was am 3. Oktober geschah
Mit Beginn des 3. Oktober 1990 endete die DDR als eigenständiger Staat. Ihr Gebiet wurde Teil der Bundesrepublik Deutschland. Die fünf wiedererrichteten Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehörten fortan zur Bundesrepublik; auch die Teilung Berlins endete auf staatlicher Ebene.
Der Beitritt war das Ergebnis eines längeren Prozesses. Auf die friedliche Revolution in der DDR und den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 folgte die erste freie Volkskammerwahl im März 1990. Danach verhandelten die beiden deutschen Staaten über die Bedingungen der Einheit. Der Einigungsvertrag von 1990 regelte wesentliche Einzelheiten des Beitritts. Parallel verhandelten die beiden deutschen Staaten mit den vier Mächten, die nach dem Zweiten Weltkrieg besondere Rechte in Bezug auf Deutschland hatten, über die außenpolitischen Voraussetzungen.

Diese Schritte erklären auch, weshalb Mauerfall und staatliche Einheit unterschiedliche Daten haben. Der 9. November 1989 steht für die Öffnung der Grenze und eine entscheidende Wende in der friedlichen Revolution. Der 3. Oktober 1990 bezeichnet den wirksamen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik. Wer nach dem Ursprung des Feiertags fragt, sucht deshalb nach dem zweiten Datum.
Warum der Feiertag an den Beitritt erinnert
Der Tag der Deutschen Einheit ist der bundesweite Feiertag für die staatliche Wiedervereinigung. Sein Datum knüpft an den Zeitpunkt an, zu dem aus zwei deutschen Staaten ein Staat wurde. Die Entscheidung für den 3. Oktober macht den Feiertag zu einer Erinnerung an einen genau bestimmbaren historischen Vorgang und an die Entscheidungen, die ihn ermöglichten.
Das Ereignis lässt sich nicht auf eine einzige Abstimmung reduzieren. Die Volkskammer bestimmte den Beitrittstermin; der Einigungsvertrag regelte den Übergang; die internationale Einigung schuf den außenpolitischen Rahmen. Vorausgegangen waren Veränderungen, die Menschen in der DDR durch Proteste und politisches Engagement vorantrieben. Der Feiertag erinnert damit an die Einheit, während seine Vorgeschichte erklärt, wie sie zustande kam.
Was der 3. Oktober 2026 für Besucher bedeutet
2026 fällt der 3. Oktober auf einen Samstag. Das ändert nichts am historischen Bezug des Feiertags. Für einen Wochenendausflug oder einen Museumsbesuch ist aber wichtig, zwischen dem bundesweiten Feiertag und Angeboten vor Ort zu unterscheiden. Ein angekündigtes Fest, eine Ausstellung oder eine Sonderöffnung gilt jeweils nur für den genannten Ort und Termin.
Wer für diesen Samstag etwas plant, sollte deshalb die Angaben der jeweiligen Stadt, des Veranstalters oder der Einrichtung prüfen. Auch Öffnungszeiten von Geschäften, Museen und öffentlichen Einrichtungen lassen sich nicht allein aus dem Datum ableiten. Der nächste nützliche Schritt ist ein Blick auf die örtlichen Veranstaltungsprogramme und die aktuellen Öffnungszeiten des konkreten Ziels.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Historischer Hintergrund
Die Bundeszentrale für politische Bildung erläutert den Prozess der deutschen Einheit; örtliche Angebote für 2026 hängen vom jeweiligen Veranstalter ab.
- Die Volkskammer bestimmte den 3. Oktober 1990 als Beitrittstermin.
- Der 3. Oktober 2026 fällt auf einen Samstag.
- Veranstaltungen und Öffnungszeiten gelten nur nach den Angaben der jeweiligen Orte.
- Quelle
- Bundeszentrale für politische Bildung
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-09-29 07:34
Quellenprüfung
Melden Sie ein Vertrauensproblem
Senden Sie ein klares Signal an die Community-Moderation, wenn die Quelle, die Fakten oder der Kontext überprüft werden müssen.
Kommentare