Von der Redaktion von 20up Passt Immer
Wer in Bochumer Parks Gänse oder andere Wasservögel füttert, verstößt gegen ein bestehendes Verbot. Die Stadt Bochum bekräftigte dies in einer Pressemitteilung vom 1. September 2026. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können geahndet werden; eine konkrete Höhe möglicher Sanktionen nennt die Mitteilung nicht.
Für Parkbesucher gilt damit eine einfache Regel: Brot, Mais und anderes Futter sollten weder an die Tiere verfüttert noch am Ufer zurückgelassen werden. Nach Angaben der Stadt schadet die Gänsefütterung den Vögeln, belastet Gewässer und verschärft Nutzungskonflikte in den Grünanlagen.
Dauerfütterung begünstigt größere Gänsebestände
Ein leicht erreichbares und regelmäßig verfügbares Nahrungsangebot zieht vor allem Kanada- und Nilgänse an. Die Tiere halten sich dadurch häufiger in Parks und an Gewässern auf. Die verbesserte Nahrungsgrundlage kann außerdem dazu beitragen, dass sich größere Bestände ansiedeln.
Philipp Heidt, Leiter des Umwelt- und Grünflächenamtes, verweist auf das natürliche Nahrungsangebot in den Bochumer Parks. Zusätzliche Fütterungen seien weder nötig noch hilfreich. Höhere Tierzahlen führten vielmehr zu mehr Verschmutzungen und könnten Konflikte zwischen Menschen und Tieren verstärken.
Wo sich viele Gänse an einzelnen Futterstellen sammeln, können sich nach Darstellung der Stadt auch Krankheitserreger schneller verbreiten. Genannt werden Salmonellen, Parasiten und die Geflügelpest, deren erhöhtes Auftreten solche Ansammlungen besonders problematisch macht.

Brot und Mais können Jungvögel dauerhaft schädigen
Alte Backwaren enthalten häufig zu viel Salz, Zucker und Kohlenhydrate. Auch energiereicher Mais kann eine unausgewogene Ernährung fördern. Als mögliche Folgen nennt die Stadt Verdauungsstörungen, Mangelerscheinungen, Verfettung und Entwicklungsprobleme bei Jungvögeln.
Eine dieser Fehlentwicklungen ist der sogenannte Kippflügel. Dabei stehen die Federn der Handschwingen sichtbar vom Körper ab. Die in der Wachstumsphase entstehende Fehlstellung des Flügelgelenks ist häufig nicht umkehrbar; betroffene Tiere können flugunfähig bleiben oder beim Fliegen stark eingeschränkt sein.
Futterreste belasten Wege, Wiesen und Gewässer
Mit größeren Gänsebeständen nehmen auch die Hinterlassenschaften auf Wegen, Liegewiesen, Spielplätzen und an Ufern zu. Erholungsflächen lassen sich dadurch schlechter nutzen, während der Aufwand für Reinigung und Pflege steigt. Liegen gebliebenes Futter bringt zusätzliche Nährstoffe in die Gewässer und kann deren ökologisches Gleichgewicht beeinträchtigen.
Die Stadt setzt neben möglichen ordnungsrechtlichen Maßnahmen auf die Mitwirkung der Besucher. Wer auf das Füttern verzichtet und keine Lebensmittelreste zurücklässt, trägt unmittelbar zum Schutz der Tiere sowie zu sauberen Gewässern und nutzbaren Grünanlagen bei.
Quelle: City of Bochum Press Releases
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Quellenprüfung Quellennachweis
Der Beitrag beruht auf der Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 1. September 2026 und trennt bestätigte Regeln von nicht genannten Details.
- Das Fütterungsverbot und die Einstufung von Verstößen als Ordnungswidrigkeit wurden mit de...
- Die genannten Folgen für Tiergesundheit, Gewässer und Grünanlagen wurden ausschließlich au...
- Eine konkrete Höhe möglicher Sanktionen wurde nicht ergänzt, da sie in der Mitteilung fehl...
- Name und Funktion von Philipp Heidt wurden anhand der Quellenangabe wiedergegeben.
- Quelle
- Stadt Bochum – Pressemitteilungen
- Umfang
- Bochum
- Aktualisiert
- 2026-09-01 19:17
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