Ein schwarzer Flügel steht mittig in einem dunklen Raum unter einer hellen Lichtprojektion.

Ryuichi Sakamoto in Berlin: Ausstellung ab 11. September

Die Klangkunst von Ryuichi Sakamoto kommt nach Berlin: Vom 11. September 2026 bis zum 20. Juni 2027 zeigt der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart die Ausstellung „Ryuichi Sakamoto: seeing sound, hearing time“. Zu sehen sind sieben Werke in fünf großformatigen Installationen auf rund 1.500 Quadratmetern in den Rieckhallen.

Die Ausstellung richtet sich an alle, die Musik, Film, Performance und bildende Kunst an einem Ort erleben möchten. Sie ist die erste große europäische Retrospektive des 2023 verstorbenen Komponisten und Künstlers.

Datum, Ort und praktische Angaben

Die Ausstellung läuft vom 11.09.2026 bis zum 20.06.2027 im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin. Veranstalter ist die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ein Eintrittspreis und konkrete Buchungs- oder Zugangsinformationen sind in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Auch Hinweise zu Anreise und Barrierefreiheit liegen für diese Ankündigung nicht vor.

Ryuichi Sakamoto in Berlin: Ausstellung ab 11. September

Sieben Werke in fünf Klanginstallationen

Im Mittelpunkt stehen dreidimensionale Klangräume, die Sakamoto seit den 2000er-Jahren entwickelte. Dabei arbeitete er unter anderem mit Shiro Takatani, Carsten Nicolai und dem Filmemacher Apichatpong Weerasethakul zusammen.

Zu den hervorgehobenen Arbeiten gehört „IS YOUR TIME“ aus dem Jahr 2017. Ein beim Tsunami 2011 beschädigtes Klavier wird darin zum Ausgangspunkt für Klänge, die auf digital umgewandelten seismologischen Daten weltweiter Erdbeben beruhen.

Weitere Installationen knüpfen an Sakamotos Album „async“ von 2017 an. „async-immersion“ entstand in enger Kooperation mit Shiro Takatani, „async-first light“ verbindet Sakamotos Arbeit mit einem Werk von Apichatpong Weerasethakul. Außerdem verwendet Carsten Nicolai in zwei Filmen Musik aus „12“, Sakamotos Klangtagebuch aus den Jahren 2021 und 2022.

Ryuichi Sakamoto in Berlin: Ausstellung ab 11. September

Ein Künstler zwischen elektronischer Musik und Film

Ryuichi Sakamoto wurde 1952 in Tokio geboren. 1978 veröffentlichte er sein Debütalbum „Thousand Knives“ und war Mitbegründer der Techno-Gruppe Yellow Magic Orchestra.

Sein Werk umfasst Popalben, klassische Kompositionen, zwei Opern sowie fast 45 Original-Soundtracks für Film und Fernsehen. Für seine Filmmusik erhielt er unter anderem einen Oscar, zwei Golden Globes und einen Grammy. Seine Arbeiten wurden weltweit in Museen gezeigt.

Auch gesellschaftlich engagierte sich Sakamoto: Er gründete die Organisation „more trees“ zur Waldrettung und das „Tohoku Youth Orchestra“, das die Opfer des Tohoku-Erdbebens durch Musik unterstützen sollte. Sakamoto starb am 28. März 2023.

Ryuichi Sakamoto in Berlin: Ausstellung ab 11. September

Ausstellung zur Berlin Art Week und zum Jubiläum des Hauses

„seeing sound, hearing time“ eröffnet zur Berlin Art Week und steht zugleich im Jubiläumsprogramm zum 30-jährigen Bestehen des Hamburger Bahnhofs. Das Museum widmet dem Jubiläum 2026 acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte.

Begleitend zur Retrospektive erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Kuratiert wird die Ausstellung von Ingrid Buschmann, Kuratorin am Hamburger Bahnhof, gemeinsam mit Sachiko Namba, Kuratorin aus Tokio.

Wer den Besuch planen möchte, sollte für aktuelle Angaben zu Eintritt, Buchung und möglichen Veranstaltungen die Informationen der Staatlichen Museen zu Berlin prüfen. Die Ausstellung selbst ist vom 11. September 2026 bis zum 20. Juni 2027 im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

Kommentare

Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste!

Weitere Geschichten