Sternenhimmel mit Mond über einer malerischen bayerischen Bergkette in der Nacht.

Perseiden heute: Wo sich der Blick in den Himmel lohnt

Die Perseiden können heute Abend über Deutschland sichtbar sein – ob sich ein Ausflug lohnt, entscheidet jedoch vor allem der Himmel über Ihrem Standort. Wer eine möglichst dunkle, sichere Fläche mit freiem Blick wählt und vorher die regionale Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes prüft, verbessert die Chancen auf Sternschnuppen deutlich. Eine feste Zahl sichtbarer Meteore lässt sich nicht versprechen.

Erst die Bewölkung prüfen, dann losfahren

Die Perseiden gehören zu den bekanntesten jährlichen Meteorströmen und erreichen gewöhnlich um den 12. August ihre aktivste Phase. Nach Angaben der NASA entstehen die Leuchterscheinungen, wenn kleine Teilchen aus dem Strom des Kometen Swift-Tuttle in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen.

Für den heutigen Abend ist nicht nur der allgemeine Wetterbericht wichtig, sondern die Vorhersage direkt für Ihren Beobachtungsort. Schon wenige Wolkenfelder können große Teile des Himmels verdecken. Prüfen Sie daher beim Deutschen Wetterdienst die lokale Bewölkung kurz vor der Abfahrt und vergleichen Sie bei Bedarf zwei nahe gelegene Orte.

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Achten Sie besonders auf diese Punkte:

  • möglichst wolkenarmer Himmel während der Nacht
  • freie Sicht ohne Häuser, Bäume oder helle Werbetafeln
  • ein Standort außerhalb starker Stadtbeleuchtung
  • genug Zeit, um nicht nach wenigen Minuten wieder aufzubrechen

Dunkle, sichere Orte sind besser als spektakuläre Kulissen

Ein weiter Blick über Felder, eine öffentlich zugängliche Anhöhe oder ein ruhiger Ortsrand kann geeigneter sein als ein Aussichtspunkt mitten in der Stadt. Entscheidend ist, dass der Ort legal erreichbar ist und Sie dort niemanden gefährden oder stören.

Private Grundstücke, gesperrte Wege und Naturschutzgebiete sind keine Ausweichflächen für die Sternschnuppenjagd. Bleiben Sie auf erlaubten Wegen, vermeiden Sie Lärm und Licht und beachten Sie örtliche Regeln. Besonders an Straßen, Parkbuchten und Feldwegen gilt: So parken, dass Rettungswege, Landwirtschaft und anderer Verkehr nicht behindert werden.

Ein großer Himmelsausschnitt zählt

Meteore tauchen nicht nur an einer festen Stelle auf. Suchen Sie deshalb keinen einzelnen Punkt mit Fernglas oder Teleskop ab. Beide Geräte verkleinern den sichtbaren Bereich und sind für Sternschnuppen nicht nötig. Mit bloßem Auge erfassen Sie den Himmel deutlich besser.

Perseiden heute: Wo sich der Blick in den Himmel lohnt

Eine Liege, Decke oder ein Klappstuhl hilft, entspannt nach oben zu schauen. Richten Sie den Blick breit über den Himmel und geben Sie ihm Zeit. Auch wenn die Perseiden ihren scheinbaren Ausstrahlungspunkt im Sternbild Perseus haben, können Sternschnuppen weit davon entfernt erscheinen.

Mindestens 20 Minuten ohne helles Display einplanen

Die Augen brauchen etwa 20 Minuten, um sich an die Dunkelheit anzupassen. Ein helles Smartphone-Display setzt diesen Effekt schnell zurück. Schalten Sie den Bildschirm deshalb möglichst aus, reduzieren Sie die Helligkeit stark oder verwenden Sie nur kurz ein rotes Licht.

Nehmen Sie für eine längere Nacht eine zusätzliche Schicht Kleidung, etwas zu trinken und eine geladene Taschenlampe mit rotem Modus mit. Informieren Sie außerdem eine Person über Ihren Standort, wenn Sie allein an einem abgelegenen Ort beobachten.

Geduld ist Teil des Beobachtungsplans

Auch bei klarem Himmel können Pausen zwischen einzelnen Meteoren entstehen. Bleiben Sie daher mindestens eine Stunde, wenn es Ihre Zeit zulässt, und rechnen Sie mit wechselnden Bedingungen. Mondlicht, Wolken und künstliche Beleuchtung beeinflussen den Eindruck vor Ort ebenso wie die tatsächliche Aktivität des Meteorstroms.

Der beste nächste Schritt: Kurz vor Sonnenuntergang den DWD-Ortsbericht öffnen, einen erlaubten dunklen Platz auswählen und die Anfahrt so planen, dass Sie vor dem längeren Beobachten sicher wieder nach Hause kommen.

Quelle: NASA

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