Ein ausgewachsenes Wildschwein steht im herbstlichen Wald bei goldenem Sonnenlicht und Nebel im Hintergrund.

Offene ASP-Tore können Darmstadts Lockerung bremsen

Von der Redaktion 20up Passt Immer

Wer in Darmstadt ein Tor in einem ASP-Schutzzaun passiert, soll es anschließend vollständig schließen. Schäden an Zäunen oder Toren können über die Behördennummer 115 gemeldet werden. Für tote Wildschweine oder Teile davon gelten eigene Meldewege: asp@darmstadt.de und 06151 / 13-4370. Dabei ist der genaue Fundort anzugeben.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt warnt, dass offen gelassene oder beschädigte Tore die Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest beeinträchtigen können. Grundlage dieses Beitrags ist eine Mitteilung der Stadt.

Warum jedes Tor vollständig geschlossen werden muss

Die errichteten ASP-Schutzzäune und -tore sollen verhindern, dass infizierte Wildschweine in bereits ASP-freie Gebiete gelangen. Dafür muss die Schutzlinie auch an ihren Durchgängen geschlossen bleiben. Ein nur angelehntes oder offengehaltenes Tor kann die vorgesehene Barriere unterbrechen.

Nach Angaben der Stadt wurde wiederholt festgestellt, dass Tore nach dem Durchqueren nicht vollständig geschlossen oder bewusst offengehalten wurden. Einige Anlagen seien zudem mutwillig beschädigt worden.

Damit kann eine mit erheblichem personellem und finanziellem Aufwand errichtete Schutzmaßnahme ihre Wirkung verlieren. Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey warnt, dass solche Vorfälle den Verlauf der Tierseuche weiter hinauszögern können. Das vollständige Schließen ist daher auch dann erforderlich, wenn das Tor bereits offen vorgefunden wurde.

Spaziergänger und Radfahrende bleiben Teil der Schutzkette

Die bisherigen Maßnahmen haben Behörden, Jägerschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie Helferinnen und Helfer stark beansprucht. Spaziergänger und Radfahrende mussten außerdem Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit hinnehmen.

Offene ASP-Tore können Darmstadts Lockerung bremsen

Für sie bleibt die konkrete Aufgabe unverändert: vorhandene Tore nach jedem Durchgang vollständig schließen. Wer einen Defekt entdeckt, kann dazu beitragen, dass die beschädigte Stelle bei der zuständigen Stelle bekannt wird. Die Meldung ersetzt dabei nicht das Schließen eines weiterhin funktionsfähigen Tores.

Schäden und Wildschweinfunde richtig melden

Für Hinweise nennt die Stadt zwei getrennte Meldewege:

  • Defekte ASP-Zäune oder -Tore: Behördennummer 115
  • Tote Wildschweine oder Teile davon: asp@darmstadt.de oder 06151 / 13-4370

Bei einem Wildschweinfund soll der genaue Fundort angegeben werden. Diese Ortsangabe ermöglicht es den zuständigen Stellen, den Hinweis räumlich zuzuordnen und weiterzubearbeiten. Für Zaunschäden und Wildschweinfunde sollten die jeweils vorgesehenen Kontakte genutzt werden.

Was der geplante Antrag im Herbst 2026 bedeutet

Nach Einschätzung von Paul Georg Wandrey zeigt der gemeinsame Einsatz gegen die Afrikanische Schweinepest Wirkung. Die Lockerung der Maßnahmen soll im Herbst 2026 bei der Europäischen Union beantragt werden. Genannt ist damit der nächste geplante Verfahrensschritt, nicht ein bereits feststehender Termin für das Ende der Einschränkungen.

Offene oder beschädigte Tore können die Eindämmung beeinträchtigen und den Verlauf der Tierseuche weiter hinauszögern. Damit könnten sie auch das Ziel erschweren, auf dessen Grundlage die geplante Lockerung beantragt werden soll.

Zur Unterstützung der Jägerschaft hat Darmstadt nach eigenen Angaben als erste Stadt in Südhessen die höchstmöglichen Prämien für die Entnahme von Wildschweinen ausgezahlt. Dadurch wurde die Jagdstrecke gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen Jahre deutlich erhöht. Bis zum geplanten Antrag im Herbst sollen die Schutzanstrengungen nach Aussage Wandreys nicht nachlassen.

Quelle: Science City of Darmstadt Press Releases

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