Ölgemälde eines malerischen Waldflusses mit moosbewachsenen Steinen, Farnen und hohen Bäumen im Hintergrund.

Georg Lührig in Wiesbaden: Fresken kehren digital zurück

Vom 22. Mai 2026 bis 17. Januar 2027 zeigt das Museum Wiesbaden die Ausstellung „Georg Lührig: Ein Meister aus Dresden“. Zu sehen ist sie in der Friedrich-Ebert-Allee 2 in Wiesbaden. Sie richtet sich an ein allgemeines Publikum sowie an Schulklassen und pädagogische Gruppen. Einen Eintrittspreis und allgemeine Buchungsbedingungen nennt die veröffentlichte Ausstellungsinformation nicht.

Termin und Ort der Lührig-Ausstellung

Besuchsinformation Angabe
Zeitraum 22. Mai 2026 bis 17. Januar 2027
Veranstaltungsort Museum Wiesbaden
Adresse Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Publikum Allgemein, Schulklassen und pädagogische Gruppen

Die Quelle nennt keinen Eintrittspreis, keine Startzeit und keine Angaben zur allgemeinen Buchung, Anreise oder Barrierefreiheit. Diese Punkte sollten Interessierte vor dem Besuch direkt beim Museum Wiesbaden prüfen.

Zerstörte Fresken werden als Projektion erfahrbar

Georg Lührig lebte von 1868 bis 1957. Obwohl er in Göttingen geboren wurde, verbrachte er fast fünf Jahrzehnte in Dresden. Dort entwickelte er im Umfeld von Jugendstil und Symbolismus eine eigenständige Bildsprache, die Landschaften, Tiere und Menschen häufig geheimnisvoll verdichtete.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ausstellung seinen monumentalen Fresken und Wandbildern für öffentliche Gebäude. Die zwischen 1904 und 1932 entstandenen Arbeiten wurden 1945 zerstört. Erhaltene großformatige Vorzeichnungen und Ölstudien aus dem Nachlass erlauben es nun, diese Werke wieder sichtbar zu machen.

Die Fresken „Der Tag – Sieg des Lichts“ und „Die Nacht“ werden auf Grundlage historischer Vorlagen digital rekonstruiert und als großformatige Projektion präsentiert. Restaurierte Entwürfe und ergänzende Medienstationen zeigen zugleich, wie das Museum Fragmente, Dokumente und Forschungsergebnisse zusammenführt.

Unveröffentlichte Arbeiten aus Rumänien

Ein weiterer Schwerpunkt führt nach Rumänien, das Lührig von 1897 bis zum Ende der 1920er-Jahre wiederholt besuchte. Bislang unveröffentlichte Papierarbeiten, Lithografien, Radierungen und Aquarelle dokumentieren seine intensive Beschäftigung mit dem Zeichnen und unterschiedlichen grafischen Verfahren.

Lührig arbeitete außerdem mit Kohle, Bleistift und Aquarell. Trotz seiner Ausbildung an der Münchner Kunstakademie von 1885 bis 1889 verstand er sich zeitlebens als Autodidakt. Diese Haltung prägte nach Angaben des Museums auch seine Lehrtätigkeit an der Dresdner Kunstakademie zwischen 1916 und 1934.

Kurator Peter Forster verweist auf Lührigs frühere Präsenz in Wiesbaden: Zwischen 1909 und 1916 waren seine Arbeiten dort regelmäßig in Ausstellungen vertreten. Danach folgte eine fast hundertjährige Pause, die das Museum mit der aktuellen Schau beendet.

Medientische öffnen den umfangreichen Nachlass

An interaktiven Stationen können Besucherinnen und Besucher Rollen, Skizzenbücher, Zeichenmappen, Fotografien und Dokumente erkunden. Acht Themenbereiche reichen von frühen Studien bis zu den monumentalen Fresken. Dabei werden auch Arbeiten zugänglich, die nicht im Ausstellungsraum gezeigt werden können.

Die digitalen Anwendungen verbinden einzelne Fragmente und machen sichtbar, wie Archiv-, Forschungs- und Museumsarbeit ineinandergreifen. Dadurch erschließt die Ausstellung nicht allein fertige Gemälde, sondern auch Lührigs Arbeitsprozess und die Überlieferung seines Nachlasses.

Angebote und Buchung für Schulklassen

Für die Klassen 1 bis 6 ist die Führung „Märchenwälder, rosenumrankte Menschen und ein Pelikan“ vorgesehen. Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse bis zur Sekundarstufe II können Lührigs Naturbeobachtung und symbolistische Bildsprache in einem weiteren Führungsangebot untersuchen.

Der Workshop „Schau genau – male Dein Lieblingstier!“ richtet sich an die Klassen 1 bis 13. Eine experimentelle Atelierwerkstatt für die Klassen 7 und 8 bis zur Sekundarstufe II bietet Arbeiten mit Acrylfarbe, verschiedenen Zeichenmitteln oder Styrene-Druck an.

Beratung und Buchung für diese pädagogischen Angebote sind per E-Mail an edu@museum-wiesbaden.de oder telefonisch unter 0611 335 2185 möglich. Die telefonischen Beratungszeiten sind dienstags und freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr.

Quelle: Museum Wiesbaden – Ausstellungen

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